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Privater Internet Blog

Paypal, oder Maßnahmen, die die Welt nicht braucht.

Dezember 6th, 2010 at 16:05

Ein kleines am 01.10.2010 eröffnetes Unternehmen mit Ladengeschäft und Internetverkauf hat mir diese Geschichte über Paypal zugetragen. Sämtliche Angaben habe ich persönlich geprüft und entsprechen der Wahrheit. Eine Frechheit ohne Gleichen, aber lesen Sie selbst:

Zitat:
“Wir tätigen unsere Umsätze unter anderem über unsere eigene Webseite, über Amazon & eBay. Da wir als neu gegründetes Unternehmen auch ein neues eBay-Konto eröffnet haben, wurden wir bei eBay zur Nutzung des Bezahlservices Paypal gezwungen. Da uns dieses System angesprochen hat, haben wir es auch in unsere Website eingebaut. Einige Kunden nutzten nun auch Paypal als Zahlungsmöglichkeit in unserem Shop und bei eBay.
Am 21.10.2010 wollte ich einige Postwertzeichen online mit Paypal bezahlen. Bei der Zahlung erschien plötzlich dieser Satz auf dem Bildschirm „Ihr Kontozugriff wurde aus dem folgenden Grund eingeschränkt:
21. Okt 2010: In letzter Zeit sind uns bei Ihren Verkäufen ein paar Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Deshalb hätten wir gerne mehr Informationen zu Ihren Zahlungen.“
Paypal will nun weitere Informationen über mich und die Firma. So wurden Lieferbelege, Lieferantenrechnungen, Personalausweis, Energieabrechnungen etc eingefordert. Datenschutzrechtlich sehr bedenklich. Jedoch haben wir die Daten zur Verfügung gestellt, damit der Geschäftsbetrieb ungehindert weiterlaufen kann. Zumindest dachten wir das. Weit gefehlt.

Am 22.10.2010 erreichte uns eine eMail mit folgendem Text:
„Uns ist aufgefallen, dass eine Verbindung zwischen Ihrem und einem anderen PayPal-Konto bestehen könnte, weil bei beiden Konten teilweise die gleichen Informationen hinterlegt wurden. Da auf dem anderen PayPal-Konto noch Angelegenheiten zu klären sind, bleibt Ihr PayPal-Konto weiterhin eingeschränkt.“.
Wir haben kein weiteres Paypal-Konto, auch haben wir keinen Zugriff auf ein fremdes Konto, um irgendwelche Lösungen herbeizuführen. Wir wissen jedoch, dass in unseren Geschäftsräumen mal ein anderes Geschäft war, welches auch im Internet verkaufte. Aber was bitte haben wir mit diesem Geschäft zu tun? Warum sollen wir die Probleme anderer Leute /Firmen lösen?

Seit dem 29.10.2010 bleiben unsere eMails unbeantwortet, telefonisch erreicht man niemanden.
Die derzeitig einbehaltene Summe beläuft sich auf derzeit fast 1000 Euro. Gelder, die der Firma gehören.
Wir haben nun am 04.11.2010 einen Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides gestellt, mit der Hoffnung auf Erfolg. Dieser wurde am 15.11.2010 an Paypal Deutschland zugestellt.

Die Bankenaufsicht in Luxemburg verwieß uns zunächst an Herrn Caple…. (Direktor für Kundenbeschwerden bei Paypal).
Wir haben daraufhin am 17.11.2010 diesen Herrn kontaktiert und erhielten diese Antwort am 18.11.2010:
“Die Abteilung Executive Escalations hat Ihr Schreiben vom 18.11.2010
erhalten.

Wir werden Ihren Fall so schnell wie möglich prüfen und Ihnen eine
ausführliche Beantwortung zukommen lassen. Bitte nehmen Sie zur
Kenntnis, dass Anfragen in der Reihenfolge beantwortet werden, in der
sie bei uns eingehen.
Gemäß vereinbarter Richtlinien haben wir bis zu 3 Wochen Zeit, um Ihre
Anfrage zu beantworten. ”

Drei Wochen?????!!!! Das kann alles nicht wahr sein. Nochmals geschrieben, diesmal mit Nachdruck.
Die Antwort kam am 23.11.2010: “Vielen Dank für Ihre Email vom 18. November 2010.
Ihren Mahnbescheid in gleicher Sache haben wir erhalten und behalten uns
vor innerhalb der aufgeführten Frist Widerspruch einzulegen.
Da es sich um ein laufendes, nicht abgeschlossenes Mahnverfahren
handelt, ist es uns momentan nicht möglich, Ihnen weitergehende
Auskünfte zu erteilen.”
Alles Hinhaltetaktiken.
Wir haben mittlerweile Strafanzeige wegen Unterschlagung gestellt. Gegen den Geschäftsführer von Paypal läuft noch eine Anzeige wegen Führens einer krimminellen Vereinigung.

Neben den o.g. Maßnahmen haben wir parallel ein Inkasso-Unternehmen auf Paypal angesetzt. Hier behauptet Paypal, man wisse nichts von einer Forderung gegen Paypal.
Fazit: Wer seinem Geld nicht böse ist und auch auf Geld nicht verzichten kann, der ist bei Paypal schlecht aufgehoben. “

One Response to “Paypal, oder Maßnahmen, die die Welt nicht braucht.”

  1. Oliver Says:

    Das kommt mir bekannt vor, was habe ich nicht alles in die Staaten gefaxt um meinen Account bei Paypal (damals (2001) noch Paypal.com) zu enteisen und um zu beschwören das ich ich bin. Führerschein & Reisepass, Kontosauszüge, Mietvertrag und natürlich die obligatorische Rechnung meines Energieversorgers. Muss kurz überlegen wie oft hatte ich ohne Ergebnis die Sachen dahin gefaxt, 12x?
    Bis dann irgendwann die German-Devision von Paypal gegründet wurde und mir der deutsche Support der auf meine persönliche PAYPALisntmypal – Horrostory im dazugehörigen Ebay-Forum auf mich aufmerksam wurde.
    Den dann eingesandten (original) Kontoauszug (wie gewünscht) habe ich trotz beigelegten frankiertem Rückumschlag heute noch nicht wieder. Aber die nicht wegzuleugnenden Horrostories sind vom PAYPAL Support ab dem Zeitpunkt im EBAY-Forum zensiert worden > bis heute sind dort keine kritischen Stimmen erwünscht. Die offiziellen von Paypal agieren dort im Support unter verschiedenen wechselnden Pseudonymen wie SUSI, HERBERT o.ä., zu groß die Angst geprellte Kunden könnten das Telefonbuch benutzen.
    Nicht ohne Grund wurde auf den Hauptsitz von Paypal schon ein Bombenanschlag verübt. Da hat sich die dicke Ebay-Mammi einen schönen Sträfling angeheiratet!
    PS: ganz wichtig einen Verkäuferschutz gibt es nicht. Ganz besonders dann nicht wenn gestohlenen Kreditkarteninfos genutzt wurden. PAYPAL legt sich nämlich nicht mit den Kreditkartenunternehmern an sondern nur mit dir.
    Merke: der Schaden geht nie zu Paypals Lasten.
    Katastrophe ist auch wenn der Zahlungsanbieter bei Kreditkartenbetrug von sich aus keine Strafanzeige stellt obwohl sie ja die sind die z.B. IP-Adressen aufzeichnen könnten.
    War ich auch total baff, dass interessiert die gar nicht, es werden keine Strafanzeigen gestellt. Kreditkartenbetrug kommt wohl zu häufig vor als das man sich mit so was aufzuhalten
    gedenke(*meine Interpretation) solange sie den Schaden an irgendwen durchreichen können. Sobald das nicht mehr geht (durch mangelnde Kontodeckung) bekommst du Post vom Paypal-Anwälten. < *Hier habe ich bewusst den Plural gewählt
    Da ist auch Latte das der Betrug am Finanzdienstleister begangen wurde und nicht an dir.
    (Ich habe auch noch einen Screenshot von Paypal.de von ca. 2004 mit Rechtschreibfehlern)
    PS: ich hatte bis vor 2-3 Jahren einen Karton mit etwa 50 ausgedruckten Emails von Paypal mit vorgefertigten Textblöcken oben meine Frage darunter die komplett sinnlosen Textblöcke in scheinbar freier Rotation.
    Leider weggeworfen.

    Oli

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